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Stadt Zürich
27.05.2022
29.06.2022 11:39 Uhr

«Auf dem Street Food Festival geht es um mehr als nur ums Essen»

Für Co-Initiantin Katja Weber ist das Street Food Festival Zürich wie ein grosser Marktplatz: «Er bringt Menschen zusammen.»
Für Co-Initiantin Katja Weber ist das Street Food Festival Zürich wie ein grosser Marktplatz: «Er bringt Menschen zusammen.» Bild: Mirjam Fröhlich / atem collective
Auf der Hardturmbrache findet derzeit das Street Food Festival Zürich statt. Lokalinfo sprach mit der Co-Initiantin des Street Food Festivals Zürich Katja Weber über die Bedeutung des «Strassenessens» und das diesjährige Festival-Angebot.

Dominique Rais

Von Tacos und Momos über Ceviche bis hin zu flambiertem Marshmallow-Eis: Die Stadionbrache auf dem Hardturmareal hat sich seit Mittwoch wieder in einSchlaraffenland für Street-Food-Fans ­verwandelt. An die 130 unterschiedliche Essensstände und Food-Trucks werden während viereinhalb Wochen ihre landes­typischen Spezialitäten vor Ort anbieten.

«Ein Besuch auf dem Street Food Festival Zürich gleicht einer kulinarischen Ent­deckungsreise rund um den Globus. Und das Schöne am Street Food ist, dass man einen direkten Blick in die Küche werfen und den Köchen bei der Zubereitung des Essens zuschauen kann», sagt Katja Weber, Co-Initiantin des Street Food Festivals Zürich und Mitgründerin des ZürcherLokals Frau Gerolds Garten, zu Lokalinfo.

Brache wird zur Outdoor-Tanzfläche

Gerade noch in Südamerika, befindet man sich nur ein paar Schritte weiter schon in Mosambik oder Japan. Neben bekanntem Street Food wie Sushi, Burger und Raclette gibt es am Festival unter ­anderem auch Gerichte aus der kongo­lesischen und kolumbianischen Küche zu entdecken. «Die Vielfalt ist überwältigend. Noch vor zehn Jahren gab es in der Schweiz ausser dem Güggeli-Wagen kaum Food Trucks», sagt die Zürcher Festival­-Co-Initiantin.

Doch vor acht Jahren, im August 2014, änderte sich das schlagartig. Damals setzte die erste Ausgabe des Zürcher Street Food Festivals den Auftakt für die Street-Food-Bewegung in der Schweiz. «Seither hat eine kulinarische Revolution stattgefunden», so Weber.

In diesem Jahr werden durchschnittlich rund 70 Anbieter gleichzeitig auf der Hardturmbrache ihre Zelte aufschlagen, wobei das Angebot etwa wöchentlich wechselt. «So ist es möglich, noch mehr Ausstellern eine Plattform und den Besuchern ein noch breiteres Food-­Angebot zu bieten», sagt Weber.

«Es raucht, es riecht, es ist umtriebig»

Neben den Essensständen haben einige Anbieter zudem auch länderspezifische Corner und Loungebereiche auf dem Festival­gelände eingerichtet, die zum Verweilen einladen. Für ein veritables Festival-Flair wurden im Vorfeld über 2000 LED­-Glühbirnen aufgehängt und mehr als einen Kilometer lange Lichterketten über das Gelände gespannt.

Nebst kleineren Zelten wurde auf dem Gelände auch wieder ein grosses Zirkuszelt aufgestellt. Dort findet in Kooperation mit den beiden Zürcher Clubs Mascotte und Plaza am 3. bzw. 17. Juni unter dem Label «Tanz am Freitag» jeweils eine Outdoor-Party statt.

Für Weber ist das Street Food Festival mit seinen über 50 Länderküchen wie ein grosser Marktplatz. «Es raucht, es riecht, es ist umtriebig. Es ist ein Treffpunkt, um sich auszutauschen. Dabei geht es um weit mehr als nur ums Essen», so Weber. Für sie versprüht ein Markt einen ganz eigenen Zauber: «Er bringt Menschen zusammen – ungeachtet ihrer Ethnie oder Nationalität. Und bietet so die Möglichkeit, Brücken zu schlagen.»

Öffnungszeiten des Street Food Festivals Zürich: Montag bis Freitag 17 bis 24 Uhr, Samstag 12 bis 24 Uhr, Sonntag 12 bis 21 Uhr, Ausnahme: Pfingstsonntag geschlossen.

Dominique Rais