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Zürich West
30.06.2022
29.06.2022 18:40 Uhr

Präsident des Quartiervereins Triemli tritt überraschend zurück

Präsident Erich Müller (links), als er seinem Vorgänger Max Kurzen das Diplom zum Ehrenpräsidenten überreicht hatte.
Präsident Erich Müller (links), als er seinem Vorgänger Max Kurzen das Diplom zum Ehrenpräsidenten überreicht hatte. Bild: Pia Meier
Der Quartierverein Triemli steht nach dem Rücktritt von Präsident Erich Müller ohne Präsident und ohne Vizepräsident da. ­Trotzdem schaut der Vorstand optimistisch in die Zukunft.

Pia Meier

Die Generalversammlung des Quartiervereins Triemli wurde von Vorstandsmitglied Cornel Grad geleitet. Präsident Erich Müller musste kurzfristig absagen. Auf Anfrage teilt er mit: «Es ging einfach nicht anders.» Spontan habe er sich nach einem Burn-out aus beruflichen Gründen entscheiden müssen, dass er diese GV nicht durchführen könne. Es habe zwar viele gesundheitliche Anzeichen gegeben, hält der selbstständig erwerbende Bildungsökonom fest, aber der Entscheid sei kurzfristig gefallen. Der Druck der Vorbereitung auf die Generalversammlung sei zu gross gewesen. Allgemein findet Müller, dass das Quartiervereinspräsidium sehr viel zu tun gibt. Vieles müsse der Präsident im Hintergrund erledigen. Vor allem die neue Vereinbarung mit der Stadt, jährlich einen Vernetzungsanlass durchführen zu müssen, habe ihn zusätzlich unter Druck gesetzt.

Neukonstituierung notwendig

Trotzdem schaut Müller gerne auf die vergangenen drei Jahre zurück. «Es war eine Erfolgsgeschichte», betont er. Sie hätten coole Projekte durchgeführt und die Pandemie gut gemeistert. «Ich bereue nichts, aber jetzt muss ich loslassen», folgert Müller. Viele Veranstaltungen des Quartiervereins seien aber bereits vorbereitet.

Und wie geht es mit dem Quartierverein Triemli weiter? Zwei Ämter sind vakant: Präsidium und Vizepräsidium. Auf Anfrage teilt Cornel Grad mit, dass er nach dieser kurzen Zeit noch keine Auskunft geben könne. Der Vorstand habe nun eine ausserordentliche Sitzung angesagt. «Es braucht eine Neukonstituierung.» Sie müssten dies aber zuerst diskutieren. «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden», betont Grad. Er fordert interessierte Bewohnerinnen und Bewohner vom Triemli-Quartier auf, sich zu melden. Der Quartierverein Triemli wolle bei wichtigen Themen wie der Neugestaltung des Triemliplatzes als Ansprechpartner der Stadt eine zentrale Rolle spielen. Beim Triemliplatz handle es sich schliesslich um ein Generationenprojekt, so Grad.

Pia Meier