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Kultur
20.06.2022
27.06.2022 14:49 Uhr

17'000 Besucher am Rock the Ring

Der Auftritt von Foreigner war einer der Höhepunkte am Festival.
Der Auftritt von Foreigner war einer der Höhepunkte am Festival. Bild: Rock the Ring
Vom 16. bis 18. Juni 2022 fand im Hinwiler Kreisel nach zweijähriger Corona-bedingter Zwangspause wieder das Rockfestival "Rock the Ring" statt. Über die drei Tage verteilt strömten 17'000 Besucherinnen und Besucher nach Hinwil. Mediensprecher Markus Simmen erzählt im Interview mit Zürioberland24, wie er die drei Tage erlebt hat und ob es nächstes Jahr wieder ein Festival geben wird.

Zürioberland24: Das Rock the Ring 2022 ist Geschichte. Wie war’s?

Markus Simmen: Nachdem das Festival zwei Mal verschoben werden musste, freuten nicht nur wir uns – sondern vor allem auch das Publikum – endlich wieder Livemusik geniessen zu dürfen. Total 14 Bands heizten den Ring in Hinwil ein und haben dafür gesorgt, dass es am vergangenen Wochenende bei uns wohl noch ein bisschen heisser als in der übrigen Schweiz war (lacht).

Wie viele Besucher*innen hattet Ihr über die 3 Tage?

Wir durften über 17’000 Besucher an den drei Festivaltagen begrüssen.

An welchem Tag bzw. Abend hattet Ihr am meisten Besucher?

Der Freitagabend mit Foreigner und Megawatt kann sicherlich als Höhepunkt des Festivals bezeichnet werden.

Endlich konnten die Fans wieder im Hinwiler Kreisel abrocken. Wie war die Stimmung bei den Besuchenden?

Die Stimmung im Publikum war an allen drei Tagen sehr gut. Wir haben viele positive Feedbacks erhalten, insbesondere auch auf unseren Social-Media-Kanälen.

War eine gewisse Zurückhaltung wegen Covid zu spüren?

Das kann man so nicht direkt sagen. Die Leute verhalten sich vielleicht im Unterbewusstsein etwas anders. Aber alles in allem war es eigentlich wie früher.

Gab es nennenswerte Zwischenfälle?

Wir freuen uns sehr, dass es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen ist.

Könnt Ihr schon etwas über den Umsatz bzw. über den "monitären Erfolg" sagen?

Noch liegen uns nicht alle Zahlen vor. Dies wird noch zwei, drei Wochen dauern. Was die Zuschauerzahlen betrifft, entsprechen diese aber in etwa unsere Erwartungen.

Welcher Act hat bei den Besuchenden für am meisten Furore oder Freude gesorgt?

Wie erwähnt kam besonders der Freitagabend beim Publikum sehr gut an. Aber auch bei den anderen Abenden hatte es für jeden Rocker und jede Rockerin etwas dabei. Alle Fans kamen auf ihre Kosten.

«Die Zuschauerzahlen entsprechen in etwa unseren Erwartungen.»
Markus Simmen, Event-Manager

Den Steel Panthers wurde sexuelle Belästigung von Frauen auf der Bühne vorgeworfen. Was sagst du dazu?

Die US-amerikanische Glam-Metal-Band ist für ihren Stil bekannt. Ich denke, dass man dies nicht überbewerten sollte. Auf der anderen Seite haben wir natürlich Verständnis, dass die eine oder andere Geste bzw. Aussage auf der Bühne nicht gerade die feine Art ist. Die Jungs spielen mit ihrer Kleidung und ihren Perücken eine Rolle. Zu unserem Erstaunen wollten sie übrigens nach der Show – als sie wieder „Normalos“ waren – nicht einmal mehr ein Meet & Greet machen. Von Tuchfühlung kann als keine Rede gewesen sein...

Auch wurde im Vorfeld moniert, dass es keine weiblichen Acts gab. Wolltet Ihr keine Frauen am Festival?

Dies könnten Aussenstehende tatsächlich meinen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wir versuchen immer, weibliche Acts zu engagieren. Dies hängt aber von der Verfügbarkeit der Künstlerinnen, aber auch von den finanziellen Ressourcen ab. Unser Problem ist, dass es einfach zu wenige weibliche Rock-Bands gibt.

Was war dein persönlicher Lieblings-Act?

Mir hat vor allem Bush sehr gefallen. Die Band hat richtig Power drauf und ihre Songs begleiten mich schon fast mein halbes Leben.

Was war dein persönlich schönster Moment? Was hat dich bewegt?

Für uns Veranstalter ist es immer das Schönste, wenn die Fans mit einem zufriedenen Lachen am Schluss nach Hause gehen. Dafür arbeiten wir das ganze Jahr über.

Verrätst du uns schon, ob nächstes Jahr wieder ein Rock the Ring steigt?

Das Festival hat eine tolle Atmosphäre und ist ein fester Bestandteil in der Schweizer Open Air-Landschaft. Wir setzen alles daran, dass es auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird. Nochmals drei Jahre bis zur nächsten Durchführung warten wollen wir definitiv nicht!

Barbara Tudor