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Aus dem Gemeinderat
29.06.2022
29.06.2022 17:36 Uhr

Man setzt die linke Politik à la Pippi Langstrumpf durch

  Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Kreis 1 und 2
Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Kreis 1 und 2 Bild: zvg
Die Inschriften an den Zürcher Häusern widerspiegelten die ­Faszination der Bevölkerung für die so genannten ­‹Mohren›.

Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Kreis 1 und 2

Am Mittwoch vergangener Woche wurde im Gemeinderat über ein Geschäft gesprochen, welches im Parlament und in Zürich die Leute schon länger beschäftigt. Der Stein des Anstosses – oder in diesem Fall das Wort des Anstosses – ist, wie es die Stadt neuerdings bezeichnet das «M-Wort». Und wenn wir es aus­deutschen wollen: «Mohr»!

Der Stadtrat hat beschlossen, alle Hausnamen, in denen «Mohr» vorkommt, entfernen zu lassen, da dies offenbar als rassistisch empfunden wird.

Rassismus darf nicht toleriert werden – ich denke, da ist man sich einig.

Es ist aber Tatsache, dass die Inschriften an den Zürcher Häusern die Faszination der damaligen Bevölkerung für die damals so genannten ­«Mohren» widerspiegelten. Dieser Begriff bezieht sich auf die Mauren, die in Nordafrika lebten und bis im 15. Jahrhundert auch grosse Teile der iberischen Halbinsel bewohnten. Man begegnet dem Begriff in verschiedenster Form durch die Jahrhunderte.

Viele Gebäude, Strassen und Familiennamen sowie Ortschaften wurden in Verehrung des Heiligen Mauritius, eines heiliggesprochenen Mohren, getauft. St. Mauritius war ein ägyptischer Heeres­führer, der, so sagt es die Legende, nicht gegen die Christen in den Krieg ziehen wollte und deshalb in der Nähe der heutigen Schweizer Grenze als Märtyrer hingerichtet wurde.

Das Parlament hat nun mithilfe der Links-Grünen entschieden, dass die Hausnamen «Zum Mohren­tanz» und «Zum Mohrenkopf» definitiv überdeckt werden sollen.

Kein Mensch soll in Zürich auf die Strasse gehen müssen und sich in irgendeiner Form beleidigt fühlen, führte eine Sprecherin der Grünen aus. Sollte ich da für mich sprechen, dürfte ich (und sicherlich viele andere Mitbewohnerinnen und Mitbewohner Zürichs) das Haus gar nicht mehr verlassen, da man sich täglich ob irgendetwas in Zürich stösst oder stört.

Die Thematik wird nicht mehr objektiv wahrgenommen und alle Argumente, welche Zürich durch ihre Geschichte ausmachen, werden in den Wind geschlagen.

Man setzt die linke Politik à la Pippi Langstrumpf durch: «Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!»

Zum beinahe herrschenden Absolutismus der links-grünen Politik fällt mir nur noch ein Sprichwort ein: «Gestern waren wir nur noch einen Schritt vor dem Abgrund, heute sind wir bereits einen weiter ...!»

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und Volksvertreter regelmässig einen ­Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien ­bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

Sebastian Zopfi, Gemeinderat SVP Kreis 1 und 2