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Stadt Zürich
15.08.2022

Plastikrecycling zum Zweiten

Bald Teil des Zürcher Stadtbilds: der Pinkbag von Mr. Green.
Bald Teil des Zürcher Stadtbilds: der Pinkbag von Mr. Green. Bild: MR Green
Die Stadt Zürich kooperiert mit Mr. Green, um die Plastikabfälle zu reduzieren.

Das Plastikproblem ist in aller Munde – und das ist leider auch wörtlich zu verstehen: Der Plastikgehalt in unserer Nahrung steigt fortlaufend. Vielleicht kann vermehrtes Recycling etwas Abhilfe schaffen. Die Stadt Zürich kooperiert zu diesem Zweck mit privaten Entsorgungsdienstleistern. Einer Medienmitteilung gemäss hat nun auch Mr. Green nach der Genossenschaft Migros Zürich eine Vereinbarung mit der Dienstabteilung Entsorgung + Recy­cling (ERZ) geschlossen. Diese kam zustande, weil die Stadt auf eine erprobte Logistik zurückgreifen wollte, die Synergien ermöglicht.

Mr. Green, 2010 aus einer Zürcher Studenten-WG heraus gegründet, bietet Recycling-Abonnements für Haushaltungen und Büros für 14 Werkstoffe an, den «Green Bag» – vorderhand unter anderem im Raum Zürich, Winterthur, Basel und Bern. Nun kommt für die Stadt Zürich der Pinkbag hinzu. Darin kann man Plastikabfälle verschiedenster Art (PET-Getränkeflaschen ausgenommen) sammeln und entweder in den Stadtzürcher Reformhäusern abgeben oder vom Lieferdienst Stash holen lassen.

Eine positive Ökobilanz von Plastikrecycling ist umstritten. Gleich nach Bekanntwerden der Kooperation erläuterte die NZZ, warum: «Kunststoff ist leicht, hat aber viel Volumen.» Es braucht also viel Transport- und Lagerkapazität für relativ wenig Masse. Zudem ist das Recycling von Plastik der vielen Zusatzstoffe wegen aufwendig. Also doch in der KVA verbrennen und das Fernwärmenetz speisen? Wir werden in dieser Zeitung auf diese Fragen zurückkommen müssen.

tho.