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Konkrete Massnahmen, um vom Erdgas wegzukommen

Beat Oberholzer.
Beat Oberholzer. Bild: zvg
Der Gemeinderat hat 573 Millionen Franken bewilligt für den Ausbau von ­Heizenergieverbünden.

Beat Oberholzer, Gemeinderat GLP Kreis 3

Die drohende Energieknappheit im nächsten Winter macht vielen Leuten grosse Sorgen. Es freut mich jedoch sehr, zu sehen, wie sich in der ganzen Schweiz, auch hier in Zürichs Stadtquartieren, viele Leute ernsthaft Gedanken machen, wie sie ganz persönlich Energie sparen können, sodass bereits der erste Schritt des bundesrätlichen Massnahmenplans eine gewisse Wirkung erzielen kann. Dass jede gesparte Kilowattstunde zählt, kann man gut anhand der Stauseen erkennen: Auch die Stadt Zürich besitzt einige Stauseen, welche nun weniger schnell entleert werden müssen, sodass mehr Energie für den Winter bereitliegt.

Vorletzten Mittwoch hatten wir im Gemeinderat 573 Millionen Franken bewilligt für den Ausbau von Heizenergieverbünden, die mit Ausnahme der Spitzenlastdeckung mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Dadurch werden in den nächsten 20 Jahren grosse Gebiete der Stadt eine neue Heizung erhalten, die bislang noch eine Gas­heizung haben, unter anderem in Altstetten, in Albisrieden und im Sihlfeld. Schade, haben wir nicht schon vor 20 Jahren damit begonnen, dann wären wir jetzt viel weniger abhängig von Erdgas.

Es ist ein grosser Umbau, den unsere Stadt erlebt, aber es lohnt sich, nur schon um die Energieab­hängigkeit von ausländischen Despoten loszu­werden. Dank der Mitwirkung der Bevölkerung bei den Sparappellen und vielleicht auch dank den anderen Massnahmen, wie beispielsweise dem Plan, an welchen Stellen zuerst ein Energiestopp an­geordnet werden muss, bin ich doch zuversichtlich, dass wir den kommenden Winter gut über­stehen.

Natürlich ist es zu früh, um genauere Prognosen über den Winter zu machen, aber ich hoffe, dass wir rückblickend diese Erfahrungen des Energiesparens und des Bewusstwerdens, wie schnell ­fossile Energieträger aus despotischen Ländern versiegen können, nutzen können, um gemeinsam den nächsten grossen Schritt Richtung null CO2-Emissionen zu machen.

Am 27. November werden auch Sie an der Urne über die 573 Millionen Franken für die thermischen Netze in Albisrieden, Altstetten und Sihlfeld be­stimmen können. Ich bitte auch Sie um eine überzeugte Zustimmung zu den konkreten Massnahmen, vom Erdgas wegzukommen.

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und Volksvertreter regelmässig einen Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und Volksvertreter regelmässig einen Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

Beat Oberholzer, Gemeinderat GLP Kreis 3