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Kanton Zürich
05.09.2022

Kantonsrat bewilligt 63 Millionen Franken für den «Fil Bleu Glatt»

Die Glatt soll aus ihrem unnatürlichen Flussbett befreit werden: Sie wird für 63 Millionen Franken revitalisiert. (Archivbild)
Die Glatt soll aus ihrem unnatürlichen Flussbett befreit werden: Sie wird für 63 Millionen Franken revitalisiert. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Die Renaturierung der begradigten Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon ist beschlossene Sache: Der Kantonsrat hat am Montag den Rahmenkredit von 63 Millionen Franken für das Projekt «Fil Bleu Glatt» genehmigt.

Der Entscheid fiel mit 158 Ja-Stimmen. Der Betrag unterstand der Ausgabenbremse. Das Quorum von 91 Stimmen wurde problemlos erreicht, dagegen waren nur vereinzelte Bürgerliche.

Von den 63 Millionen Franken sind 30 Millionen für einen zehn Kilometer langen Glattuferweg vorgesehen. 26 Millionen fliessen in die Revitalisierung und 7 Millionen in den Hochwasserschutz.

Neben der Revitalisierung des Flusses sind auch parkähnliche Abschnitte geplant, so dass die Gemeinden entlang des Flusses ein "identitätsstiftendes Naherholungsgebiet" erhalten.

Kein Geld aus der ZKB-Jubiläumsdividende

Die SVP/EDU-Fraktion beantragte eine teilweise andere Finanzierung: Sie stellte den Antrag, 10 der 63 Millionen Franken mit einem Teil der ZKB-Jubiläumsdividende zu bezahlen. Dies hätte den Kantons-Anteil entsprechend reduziert.

SVP und EDU begründeten ihren Antrag damit, dass bei diesem Projekt auch Gewässerzugänge für die Bevölkerung gebaut würden, weshalb Geld aus der ZKB-Jubiläumsdividende verwendet werden dürfe.

Der Rat lehnte den Minderheitsantrag jedoch mit 126 zu 47 Stimmen ab. Die einzelnen Zugänge zum Fluss würden separat beschlossen. Sie seien deshalb nicht Teil des Rahmenkredites.

Keystone-SDA