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Zürich West
13.09.2022

Sihlfeld erhält kilometerlange Wasser-, Strom- und Gasleitungen

Bei einer Begehung konnte die Baustelle genauer angeschaut werden. Die Sanierungen gehören zu den grösseren Baustellen in der Stadt Zürich.
Bei einer Begehung konnte die Baustelle genauer angeschaut werden. Die Sanierungen gehören zu den grösseren Baustellen in der Stadt Zürich. Bild: Pia Meier
Das Gewerbe Zürich 3 lud zu einer Mittagsveranstaltung mit Baustellenbesichtigung ein. Das Interesse der Gewerbetreibenden war gross.

Pia Meier

Beim Installationsplatz der Kibag an der Sihlfeldstrasse begrüsste Dominique Morgado vom Vorstand Gewerbe Zürich 3 rund 25 Gewerbetreibende und Gäste. ­Anschliessend schaute man unter der ­Leitung von Rico Wächter, Wächter AG Bauingenieure, und Thomas Laubacher, Bauführer Kibag Baudienstleistungen AG, die Baustelle auf Plänen an. Die beiden Fachleute erläuterten den Stand der Arbeiten und wiesen auf Besonderheiten hin. Danach besichtigten die Gewerbetreibenden die Baustelle zu Fuss. Abgeschlossen wurde der Anlass mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Neben der Informationen über das Strassenbauprojekt stand das Gesellschaftliche im Mittelpunkt. «Wichtig ist uns, dass sich die Gewerbetreibenden austauschen können», hielt Präsident Markus Rupper fest. Alle freuten sich, dass wieder eine Mittagsveranstaltung stattfand.

Nur eineinhalb statt sieben Jahre

Die Kanalisationen und die Wasserleitungen im Quartier Sihlfeld sind alt und müssen ersetzt werden, hatte das städtische Tiefbauamt letztes Jahr mitgeteilt. Die Sanierungen rund um die Marta-, die Berta-, die Goldbrunnen-, die Gertrud-, die Nussbaum-, die Rotach-, die Zurlinden- und die Zentralstrasse gehören zu den grösseren Baustellen in der Stadt Zürich.

Seit September 2021 werden Kanalisation, Werkleitungen und Strassenbeläge ersetzt. Diese Arbeiten sollen im Juni 2023 beendet sein. Ursprünglich sei von einer Bauzeit von sieben Jahren die Rede gewesen, hielt Wächter fest. Sie hätten diese dann auf eineinhalb Jahre verkürzen können. So nehme man Rücksicht auf die Anwohnenden und auch auf die Gewerbebetriebe. Es werde zum Beispiel beim Restaurant im Winter gebaut. Die Kanalisation stammt aus dem Jahr 1902, andere Leitungen aus den Jahren 1920 bis 1930. «Diese Leitungen haben folglich überaus lange gehalten», hielt Wächter fest.

Insgesamt werden 2 Kilometer Kanäle, 2,7 Kilometer Wasser-, 1 Kilometer Strom- und 1 Kilometer Gasleitungen erstellt. ­Einige der 350 Bäume im Perimeter mussten gefällt werden, allerdings nicht wegen des Strassenbauprojektes, sondern weil sie vom Sturm geschädigt waren. Zukünftig werde es aber mehr Bäume vor Ort haben, betonte Wächter. «60 zusätzliche Bäume werden gepflanzt, und sie erhalten mehr Platz.»

Nach Abschluss der Kanal- und Werkleitungs­arbeiten werden die Strassenbeläge ersetzt. In der Berta- und der Zurlindenstrassen wird die Fahrbahn zulasten von Parkplätzen verbreitert, um die Qualität der Veloroute zu verbessern. Ein Teil der Velovorzugsroute wird integriert. Die Kanalisation befindet sich in 5 bis 7 Meter Tiefe, wie die Gewerbetreibenden vor Ort sahen.

Gearbeitet wird im Sommer von 7 bis 18 Uhr, Nachtarbeiten gibt es nicht. Im Winter wird normal gearbeitet. Für die Kibag ist dieses Strassenbauprojekt mit 13 Millionen Franken ein grösseres. Sie liefert unter anderem das Kies. «Es ist nicht richtig, dass Gewerbetreibende vor Ort nicht berücksichtigt werden, aber der Preis muss stimmen», hielt Laubacher fest. Die Gesamtkosten des Strassenbauprojekts betragen 25 Millionen Franken.

Regelmässige Infos für Mitglieder

Gewerbe Zürich 3 ist nicht Mitglied des städtischen Gewerbeverbandes GVZ. Auch heute besteht keine Absicht, diesem wieder beizutreten. Der Kreis 3 hat zahlreiche Gewerbebetriebe. Mitglieder des Gewerbes Zürich 3 werden stets auf dem Laufenden gehalten, was in ihrem direkten geschäftlichen Umfeld geschieht, und dies aus erster Hand. Sie erhalten regelmässig Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen wie den Mittagsanlässen, bei denen die Verköstigung jeweils offeriert wird.

Die Interessen des orts­ansässigen Gewerbes seien im Gewerbeverein breiter und vernetzter vertreten, wird auf der Website gz3.ch festgehalten. «Das Quartiergewerbe ist ein Stück Zürcher Kultur, leisten Sie Ihren Beitrag an dessen Erhalt und Ihre Zukunft», schreibt der Verein.

Pia Meier