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Gesundheit
06.10.2022
06.10.2022 09:44 Uhr

Die Stimme – ein sensibler Sprechapparat

Nur mit gesunden Stimmbändern lässt sich das Stimmvolumen voll entfalten.
Nur mit gesunden Stimmbändern lässt sich das Stimmvolumen voll entfalten. Bild: Sängerknaben Zürich
Die meisten von uns waren schon einmal heiser oder konnten nur noch flüstern, weil die Stimme gar nicht mehr erklingen konnte. Keine Sprachlaute mehr von sich geben zu können, bedeutet für Betroffene eine grosse Einschränkung im Umgang mit den Mitmenschen.

Das Sprechorgan des Menschen ermöglicht durch im Kehlkopf liegende Stimmlippen eine Erzeugung von Schallwellen. Die Luft zwischen Kehlkopf und Mundhöhle beginnt dabei zu vibrieren.

Durch entsprechende Formung der Mund- und Rachenhöhle entsteht der Sprechklang, der es uns Menschen ­ermöglicht, miteinander zu kommunizieren. Besonders in der kalten Jahreszeit können die Stimmbänder durch ­äussere Einflüsse wie trockener Luft oder Kälte, aber auch sonst im Jahr durch Über­beanspruchung anschwellen.

Auch eine Erkältung kann dazu führen, dass die Stimmbänder gereizt werden. Die Folge ist eine heisere Stimme mit einem kratzigen, brummigen Klang: «Wer ­seinem Stimmapparat in dieser Phase keine Entspannung gönnt, riskiert, länger heiser zu bleiben», sagt Apotheker Lorenz Schmid. Wird der Stimme dann keine Pause gegönnt, kann es auch zu einem Komplettversagen des Organs kommen.

Wege zur raschen Besserung

Wer die Beschwerden nicht genug ernst nimmt und die Stimmbänder weiter belastet, riskiert sogar langfristige Schäden des sensiblen Organs. Um bald wieder ­unbeschwert sprechen zu können, empfiehlt es sich, für ausreichend Raumfeuchtigkeit zu sorgen und den Rachenraum etwa durch die Inhalation von ­Salzwasserdampf feucht zu halten. Zur Anregung der Speichelfunktion können Halspastillen helfen.

Daneben soll der Körper ausreichend Flüssigkeit erhalten wie Wasser oder Früchtetee, aber auch warme Milch mit Honig hat sich bei Heiserkeit als hilfreich erwiesen. Apotheker Lorenz Schmid rät zudem: «Um eine Regenerierung des Sprech­organs zu ermöglichen, ist der Verzicht auf Rauchen unumgänglich. Auch sind Alkohol sowie scharfe Speisen nicht förderlich.» Sollte die Heiserkeit länger als drei Wochen anhalten, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

Besonders Menschen, die beruflich auf ihre Stimme angewiesen sind, wie etwa Sänger oder Moderatoren, ­können Heiserkeit in ihrem Beruf nicht gebrauchen. Oftmals wissen diese Menschen selbst am besten, welche Mittel sich bei ihnen in der Vergangenheit bewährt ­haben.

Lorenz von Meiss