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Tagesschule: Variante des Gemeinderates setzt sich klar durch – vollfett!

Nadina Diday.
Nadina Diday. Bild: zvg
Was für ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mehr Chancengerechtigkeit. Danke Zürich!

Mit über 80 Prozent hat sich die Zürcher Bevölkerung klar für die flächendeckende Einführung von Tagesschulen bis 2030 ausgesprochen. Das freut mich sehr. Wir von der SP haben jahrelang intensiv für qualitativ hochwertige Tagesschulen gekämpft. Noch erfreulicher ist das deutliche Ja zur Tagesschulvariante des Gemeinderates. Trotz der Mehrkosten, die diese Variante mit sich bringt. Was für ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mehr Chancengerechtigkeit. Danke Zürich!

Der Weg bis zu diesem klaren Ja für die flächen­deckende Einführung der Tagesschulen war jedoch lang und steinig. 2010 reichte die SP einen Vorstoss ein, der den Ausbau von Tagesschulen in jedem Schulkreis forderte. Begründet wurde diese Forderung damit, dass die Tagesschulen «den erwerbstätigen Eltern erlauben (…), ihre Arbeit effizient zu planen», und durch «die vermehrt gemeinsam verbrachte ‹Freizeit› (…) in Tagesschulen die Integration der Kinder» gefördert werde.

2016 war es so weit. Die Stadt Zürich startete das Pilotprojekt «Tagesschule» und leitete damit den grundlegenden Wandel der Zürcher Schulen ein. Eine externe Evaluation im Jahr 2021 ergab, dass sich das Modell «Tagesschule» im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung bewährt. Zudem zeigte sich, dass das Modell bei Eltern, Lehr- und Betreuungspersonal sowie Schülerinnen und Schülern auf eine hohe Akzeptanz stösst. Somit war klar, dass die flächendeckende Einführung der Tagesschule demnächst zur Abstimmung gebracht wird.

Mit der Tagesschulvariante des Gemeinderates hat sich die SP stark dafür eingesetzt, dass sich auch Eltern mit tieferen Einkommen die Tagesschule leisten können, dass die Tagesschule flexibel ist und dass genügend gut ausgebildetes Personal die Betreuung der Kinder garantiert. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich solche Investitionen in der Zukunft auszahlen, nicht nur bezüglich der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Zürich. Die Bevölkerung hat dies deutlich anerkannt. Danke Zürich!

Und was ist die Moral der Geschichte? Grosse politische Würfe brauchen eine Vision, langfristiges Engagement, Überzeugungsarbeit, breite Partizipation und eine gewisse Kompromissbereitschaft. Und genau das zeichnet die SP aus. Wir bleiben dran und ergreifen Partei: für eine gute und gerechte Bildung, für die Menschen, für die Zukunft.

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und -vertreter regelmässig einen Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden ­äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

Nadina Diday, Gemeinderätin SP, Wahlkreis 7&8