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Aus dem Gemeinderat
09.11.2022
09.11.2022 11:54 Uhr

Erst ab Bahnhof Altstetten fahren S-Bahnen, Tram und Busse

Christine Huber, Gemeinderätin GLP Wahlkreis 9
Christine Huber, Gemeinderätin GLP Wahlkreis 9 Bild: zvg
Am 18. Oktober fand vor dem Meisterschaftsspiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Fribourg-Got­téron die Einweihungsfeier der Swiss Life Arena statt.

In einer knappen Stunde schaute der Zürcher Eishockey-Klub auf die neun Meistertitel seiner Geschichte zurück und ehrte die beiden ehemaligen Spieler Mathias Seger und Ari Sulander besonders. Das anschliessende Spiel gewannen die Zürcher mit 2:1. Die Stimmung im neuen Zuhause war grandios – die Premiere war mit 12 000 Fans ausverkauft. Das Stadion könnte sich zum «Löwenkäfig» und zur kaum einnehmenden Festung für jede Gastmannschaft entwickeln, wie von der Vereinsspitze der ZSC Lions immer wieder erhofft und auch nach aussen so kommuniziert wird.

Auch ich freute mich mit über den gelungenen Home-Opener. Meine Freude wurde aber getrübt, als ich nach Spielschluss auf dem Weg zum Bahnhof Altstetten war. Bei der Unterführung an der Max-Högger-Strasse, die diese Strasse mit dem Altstetterplatz verbindet, musste ich feststellen, dass zu viele Leute auf zu engem Raum waren.

Ist das nun ein Grund zur politischen Sorge? Ich antworte: Nein und Ja.

Nein, weil sich nicht an jedem Spiel 12 000 Personen nach dem Spiel die schnellste Verbindung zu Fuss zwischen Max-Högger-Strasse und Altstetterplatz suchen werden.

Ja, weil die Swiss Life Arena für meine Begriffe leider erst ab Bahnhof Altstetten gut, ja sogar sehr gut  erschlossen ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vorher müssen alle Fans in dieselbe Richtung gehen, eng aneinander in grossen Menschenmengen. Erst ab Bahnhof Altstetten fahren Tram, S-Bahnen sowie Busse und stellen die Verbindungen in die restliche Stadt sicher. Ein weiterer Grund zur Sorge ist die Tatsache, dass es in dieser Unterführung Nutzungskonflikte gibt zwischen Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Velofahrenden.

Zumindest was diesen Punkt angeht, ist Entspannung in Sicht: Der Gemeinderat darf in naher Zukunft über eine pendente Weisung befinden, die vorsieht, dass für die Personenunterführung zwischen dem Altstetterplatz und der Max-Högger-Strasse ein Ersatzneubau erstellt wird. Dieser soll von heute rund 4,5 Metern Breite auf rund 9 Meter Breite ausgebaut werden. Die Weisung verspricht, dass dadurch der Fuss- und der Veloverkehr neu konsequent getrennt werden, was die Personenunterführung sicherer macht und aufwertet. Zur Erschliessung der Eishockey-Arena ist zusätzlich eine Fussgängerpasserelle in die Grünau geplant.

Übrigens: Nach dem zweiten Heimspiel nahm ich die Unterführung zwischen Vulkanplatz und Alt­stetterplatz. Die im November 2020 fertiggestellte Hauptunterführung ist genug breit für alle Fans, die nach einem Eishockeyspiel zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangen wollen.

In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat» schreiben Volksvertreterinnen und -vertreter regelmässig einen Beitrag. Alle im Stadtparlament vertretenen Parteien bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit. Die Schreibenden ­äussern im Beitrag ihre persönliche Meinung.

Christine Huber