Home Quartiere Sport Regional Rubriken In-/Ausland
Sport Regional
08.11.2022
10.11.2022 09:40 Uhr

Prominenter Rückkehrer zu Gast

Macht am Donnerstag seine Aufwartung in der Saalsporthalle: Andy Schmid, Überfigur des Schweizer Handballs.
Macht am Donnerstag seine Aufwartung in der Saalsporthalle: Andy Schmid, Überfigur des Schweizer Handballs. Bild: zvg
Am Donnerstag steht in der Saalsporthalle ein wahrer Handball-Leckerbissen bevor. Um 19 Uhr trifft GC Amicitia Zürich auf den HC Kriens-Luzern. Und mit ihm auf einen prominenten Rückkehrer: Andy Schmid.

Elad Ben-Am

10 Spiele ist die NLA-Saison von GC Amicitia Zürich alt. Die Hoppers liegen auf dem soliden fünften Tabellenplatz und sind auf gutem Weg, die vergangene Über­raschungssaison, als man als Abstiegskandidat den Cup gewann und in den Playoffs bis in das Halbfinale vorstiess, zu bestätigen.

Am Donnerstag steht das nächste Heimspiel an. Und es ist kein gewöhnliches. Mit dem HC Kriens-Luzern ist nicht nur einer der Titelfavoriten in der Saalsporthalle zu Gast, sondern mit ihm auch Andy Schmid, die langjährige Überfigur des Schweizer Handballs.

Einer der Grössten seiner Zunft

Der 39-Jährige gilt als einer der besten Spielmacher seiner Zeit. Er prägte über 12  Jahre das Spiel der Rhein-Neckar Löwen, mit denen er zweimal die deutsche Meisterschaft und einmal den deutschen Pokal sowie den EHF-Pokal gewann. Zwischen 2014 und 2018 wurde er fünfmal in Folge zum besten Spieler der deutschen Handball Bundesliga gewählt, die gemeinhin als beste Liga der Welt gilt. Und für die Schweizer Nationalmannschaft bestritt er 202 Länderspiele, in denen er beeindruckende 1019 Tore erzielte.

Was die Begegnung am Donnerstag noch besonderer macht, ist die Zürcher Vergangenheit von Andy Schmid. Bevor er auszog, die grosse Handballwelt zu erobern, spielte dieser bemerkenswerte Sportler während fünf Saisons in der Limmatstadt. Noch vor der Fusion der beiden Stadtzürcher Vereine spielte er zunächst beim Grasshopper Club (2004–2007) und danach bei ZMC Amicitia Zürich (2007–2009), mit dem er zwei Schweizer Meisterschaften feiern konnte. Neben der Verpflichtung des Ausnahmekönners hat der HC Kriens-Luzern mit dem Deutschen Fabian Böhm, dem Kroaten Marin Sipic und dem Schweizer Dimitrij Küttel drei weitere Nationalspieler auf diese Saison hin verpflichtet und so seine Ambitionen deutlich unterstrichen, dem langjährigen Ligakrösus Kadetten Schaffhausen die Vormachtstellung im Schweizer Handball streitig zu machen.

Hoppers klarer Aussenseiter

Selbstverständlich bleibt den Hoppers bei so viel Klasse und Erfahrung auf der Gegenseite die Rolle des Aussenseiters. Dass sie damit gut leben können und keinesfalls in Ehrfurcht erstarren, bewiesen sie bereits Mitte September, als man den Innerschweizern bei der 35:39-Auswärtsniederlage bis in die Schlussminuten mehr als nur Paroli bot. Es bedurfte aus Krienser Sicht schon einer Parforceleistung eines einzelnen Spielers, der die Partie mit insgesamt 17 (!) Toren fast im ­Alleingang entschied. Sein Name: Andy Schmid.

Die nächsten Heimspiele in der Saalsporthalle

 

GC Amicitia Zürich – HC Kriens-Luzern (Donnerstag, 10. 11., 19 Uhr)

GC Amicitia Zürich – BSV Bern (Donnerstag, 17. 11., 19 Uhr)

GC Amicitia Zürich – Kadetten Schaffhausen (Samstag, 26. 11., 18 Uhr)

GC Amicitia Zürich – Wacker Thun (Sonntag, 11. 12., 16 Uhr)

GC Amicitia Zürich – HSC Suhr Aarau (Mittwoch, 14. 12., 19.30 Uhr)

GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen (Samstag, 17. 12., 18 Uhr)

Elad Ben-Am