Home Quartiere Sport Regional Rubriken In-/Ausland
Kultur
11.11.2022
11.11.2022 13:55 Uhr

Die Musik soll das Ohr erquicken

Els Biesemans, Pianistin und Festivalleiterin.
Els Biesemans, Pianistin und Festivalleiterin. Bild: zvg
Das Zürcher Fortepiano Festival «Flügelschläge» widmet sich vom 13. bis 27. November Clementi und Mozart und den Idealen der Klassik – dem Streben nach Harmonie, Menschlichkeit, Toleranz und Schönheit. In dem Rahmen findet in der Bühlkirche der erste «Fortepiano-Marathon» der Schweiz statt.

Man nennt ihn «The Father of the Pianoforte» – Muzio Clementi (1752–1832). Ein gefeierter Komponist, Klaviervirtuose, Klavierbauer und Verleger. Clementi war ein Künstler, der durch seine Tourneen und Geschäftsbeziehungen Europa gleich­­sam verkörpert. Er genoss höchstes Ansehen. Und er hatte einen prominenten Kon­trahenten: Wolfgang Amadeus Mozart.

Zwei gegensätzliche Künstler

Zur Eröffnung des Fortepiano Festivals stehen die Ideale der Klassik im Mittelpunkt – Harmonie, Menschlichkeit, Toleranz und Schönheit. Die Klavierkonzerte in C-Dur von Clementi und in c-Moll von Mozart porträtieren zwei gegensätzliche Künstler und Zeitgenossen, die sich in Wien vor dem Kaiser ein legendäres musikalisches Duell liefern sollten. Pianistin Els Biesemans und die Hofkappelle München eröffnen am Sonntag, 13. November, das Festival im wunderbaren Ambiente der Bühlkirche in Wiedikon.

Els Biesemans

Sie ist Pianistin, Organistin, Kammer­musikerin, seit 2013 Initiantin und Leiterin des Fortepiano Festivals «Flügelschläge»: Els Biesemans. Nach dem Studium in Leuven spezialisiert sich die belgische Künstlerin an der Schola Cantorum Basiliensis in der Tastenvielfalt des 18. und 19. Jahrhunderts. Mit einem vom Mittelalter zur Moderne reichenden Repertoire erspielt sich Els Biesemans zahlreiche internationale Auszeichnungen.

Ein Fortepiano-Marathon

Mit exklusiven Gästen, kurzweilig und brillant findet am 25. und 26. November der erste «Fortepiano-Marathon» der Schweiz statt. Die zweitägige Marathon- Veranstaltung bietet ein Panorama der musikalischen Formen, die zurzeit von Clementi & Mozart das Publikum begeisterten – Capricci, Rondos, Fantasien und Nocturnes.

Während zweier Tage spielen namhaf­te Pianistinnen und Pianisten auf verschie­densten Flügeln. Zu hören sind unter ­anderem ein Tafelklavier von 1804, ein Tangentenflügel von 1790 und weitere Hammerflügel aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Marathonveranstaltung am 25. und 26. November und das Schlusskon­zert am 27. November laden ein, die einzigartige Klangwelt 200-jähriger Flügel hautnah – wie durch die Zeitmaschine hindurch – zu erleben.

Fortepiano Festival: Sieben Konzerte in der Bühlkirche in Wiedikon

«Konzertantes Duell»

Festival-Eröffnung mit Klavierkonzerten von Clementi und Mozart.

Sonntag, 13. November, 19 Uhr, Bühlkirche. Hofkapelle München, Leitung Rüdiger Lotter; Els Biesemans, Fortepiano. 

«Fortepiano-Marathon»

Namhafte Pianistinnen und Pianisten spielen Capricci, Rondos, Fantasien und Nocturnes aus der Zeit von 1770 bis  1820 auf verschiedensten Hammerflügeln.

Freitag, 25. November, 19 Uhr, Bühlkirche. Florian Birsak und Costantino Mastroprimiano.

Freitag, 25. November, 21.30 Uhr, Bühlkirche. Artem Belogurow und Tobias Koch.

Samstag, 26. November, 15 Uhr, Bühlkirche. Anne-Sophie Noeske und Leonardo Miucci.

Samstag, 26. November, 17.30 Uhr, Bühlkirche. Els Biesemans und Linda Nicholson.

Samstag, 26. November, 20 Uhr, Bühlkirche. Arthur Schoonderwoerd, Christine Schornsheim und Pierre Goy. 

«Alla Mozart, alla Haydn»

Kammermusikalischer Festival-Abschluss mit Symphonien von Haydn und Mozart.

Sonntag, 27. November, 19 Uhr, Bühlkirche. Ensemble Elsewhere. Els Biesemans, Fortepiano.

Reservation und Tickets: www.fortepiano-festival.com

(e.)