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Sport Regional
11.11.2022
12.11.2022 12:19 Uhr

Zürich erlebt einen magischen Handballabend

Die über 1100 Zuschauer verwandelten die Saalsporthalle in einen Hexenkessel.
Die über 1100 Zuschauer verwandelten die Saalsporthalle in einen Hexenkessel. Bild: zvg
GC Amicitia Zürich schlägt in einer stimmungsvollen und gut gefüllten Saalsporthalle den Titelfavoriten HC Kriens-Luzern mit 29:28 (14:14). Die Hoppers entschieden diese spannende und ausgeglichene Begegnung nach beeindruckendem Kampf in der Crunchtime für sich.

Elad Ben-Am

Nach der mit Highlights gespickten letzten Saison erlebte Zürich einen weiteren grossen Handballabend. Co-Trainer Sascha Schönholzer: «Das war ein wirklich toller Handballabend vor einer grandiosen Kulisse!»

Aber der Reihe nach: Die aktuell in der Handballschweiz herrschende «Andy-Manie» erfasste auch Zürich und lockte über 1100 Zuschauer in die Saalsporthalle. Diese boten dieser intensiven Partie den gebührenden Rahmen.

Deckung als Basis für den Sieg

Dass die Zürcher an diesem Abend aber nicht angetreten sind, um dem prominenten Rückkehrer Andy Schmid Spalier zu stehen, war bereits in den ersten Aktionen des Spiels deutlich zu erkennen. Hochkonzentriert und mit viel Zugriff in der Deckung, startete das Heimteam in die Partie. Unterstützt wurde die Abwehr von den beiden gut aufgelegten Goalies Roman Bachmann und dem aufgrund des längeren Ausfalls von Paul Bar kurzfristig verpflichteten Belarussen Viacheslau Saldatsenka.

Die Partie entwickelte sich zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sich bis in die Schlussminuten kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen konnte. Erst in der 55. Minute gelang den Hoppers dieses Kunststück mit dem 28:25 durch Lukas Laube, womit ein Sieg gegen den Favoriten immer greifbarer wurde.

Funke auf das Publikum überspringen lassen

Damit sprang der sprichwörtliche Funke definitiv auf das Publikum über, welches seinen lautstarken Beitrag dazu leistete, dass es ein magischer Zürcher Handballabend wurde. Petr Hrachovec zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden: «Wie schon in Kriens, haben wir ein starkes Spiel abgeliefert – dieses Mal mit dem glücklichen Ende für uns. Entscheidend dafür war heute ganz klar die Deckungsarbeit.»

Die nächsten Heimspiele in der Saalsporthalle

  • GC Amicitia Zürich – BSV Bern (Donnerstag, 17.11., 19 Uhr)
  • GC Amicitia Zürich – Kadetten Schaffhausen (Samstag, 26.11., 18 Uhr)
  • GC Amicitia Zürich – Wacker Thun (Sonntag, 11.12., 16 Uhr)
  • GC Amicitia Zürich – HSC Suhr Aarau (Mittwoch, 14.12., 19:30 Uhr)
  • GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen (Samstag, 17.12., 18:00 Uhr)

Überschattet wurde die Partie von der Knieverletzung von Kriens’ Fabian Böhm, der in der 28. Minute ohne Einwirkung des Gegners umknickte. Schönholzer: «So sehr wir den Sieg geniessen, hinterlässt die Verletzung von Fabian Böhm natürlich einen bitteren Nachgeschmack. Ich hoffe, die Verletzung ist nicht so gravierend, wir sie auf den ersten Blick aussah. Wir wünschen ihm gute Besserung.»

Der designierte Hauptakteur des gestrigen Handballabends, Andy Schmid, zeigte eine eher unauffällige Partie. Nur selten liess er seine Klasse aufblitzen, was vor allem der starken Hoppers-Deckung geschuldet war.

Spieltelegramm:

GC Amicitia Zürich – HC Kriens-Luzern 29:28 (14:14)

GC Amicitia Zürich: Bachmann (10 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Saldatsenka (5 Paraden, davon 1 Siebenmeter); Harbuz (1), Blättler (3), Popovski (1), Sluijters (1), Gudmundsson (8), Hayer, Bamert (2), Laube (7), Bader, Hrachovec (1/1), Quni, Poloz (2), Platz, Maros (3)

Elad Ben-Am