Kurz vor Mitternacht ging bei der Stadtpolizei Zürich eine alarmierende Meldung ein: Am Limmatquai, direkt beim Restaurant «Terrasse», liege eine verletzte Person am Boden. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf einen 19-jährigen Afghanen mit Stichverletzungen am Oberkörper.
Kritischer Zustand
Der junge Mann wurde zunächst vor Ort medizinisch versorgt und anschliessend in kritischem Zustand von der Sanität von Schutz & Rettung Zürich ins Spital gebracht. Dort musste er notoperiert werden. Zu den Hintergründen der Tat gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft I und der Kantonspolizei Zürich geführt.
In diesem Zusammenhang sucht die Kantonspolizei Zeugen. Hinweise werden unter der Telefonnummer 058 648 48 48 entgegengenommen.
Zweiter Afghane niedergestochen
Nur wenige Minuten später kam es zu einem weiteren Gewaltdelikt: Zwei Stadtpolizisten trafen um Mitternacht an der Hohenbühlstrasse auf einen 19-jährigen Afghanen, der auf einer Parkbank sass und eine Stichverletzung am Oberkörper aufwies.
Auch er musste durch die Sanität ins Spital gebracht werden. Wie beim ersten Fall sind die Umstände der Tat unklar. Die Stadtpolizei Zürich ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft und sucht ebenfalls Zeugen. Hinweise nimmt die Stadtpolizei unter 044 411 71 17 entgegen.
Weitere Gewalt in unruhiger Nacht
Neben den beiden Messerangriffen kam es im Verlauf der Nacht zu weiteren gewalttätigen Vorfällen. Bei einem Einsatz wegen eines Streits im Bereich «Piazza Cella» wurde ein Polizist von einer unbeteiligten Drittperson tätlich angegangen und leicht verletzt. Der 30-jährige Schweizer Angreifer wurde festgenommen, der Polizist musste sich kurzzeitig in Spitalbehandlung begeben.
Die Stadtpolizei Zürich spricht insgesamt von einer äusserst arbeitsintensiven Silvesternacht mit zahlreichen Einsätzen wegen Streitigkeiten, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.