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Kanton Zürich
06.01.2026

Elterngespräch – nix versteh!

Nicht selten wird das Elterngespräch zu einem sprachlichen Spiessrutenlauf.
Nicht selten wird das Elterngespräch zu einem sprachlichen Spiessrutenlauf. Bild: zVg
Immer öfter braucht es Dolmetscher, damit sich Eltern und Lehrpersonen verstehen. Die Kosten steigen – und die Schulen schlagen Alarm. Auch im Kanton Zürich verstärkt sich dieser Trend.

Wie die Zeitungen von CH Media berichten, nimmt der Übersetzungsbedarf an Schweizer Schulen deutlich zu. Ein Blick vor die eigene Haustüre im Kanton Zürich bestätigt diese Einschätzung. Nicht nur seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat die Zahl von Eltern mit nur rudimentären Deutschkenntnissen klar zugenommen. Grundsätzlich gilt: Immer mehr Eltern haben Mühe, ein Gespräch auf Deutsch zu führen.

Nie ohne Übersetzer

Die Folge: Schulen müssen Dolmetscher aufbieten, damit zentrale Themen überhaupt besprochen werden können, wie Recherchen der Zeitungen von CH Media zeigen.

Kosten explodieren

Dies hat eine klare Kostensteigerung zur Folge. Auch Zürich, Bern und Luzern melden deutlich mehr Einsätze, wie CH Media schreibt. Ein Gespräch kostet im Schnitt rund 100 Franken – in Luzern summiert sich das bereits auf über 2000 Einsätze pro Jahr.

Mehr als nur Migration

Zwar sorgen Fluchtbewegungen für zusätzliche Nachfrage. Doch der Anstieg lässt sich nicht allein damit erklären. In Basel etwa blieb der Anteil fremdsprachiger Kinder stabil. Trotzdem gibt es immer mehr Eltern, mit denen eine Verständigung auf Deutsch kaum möglich ist, halten die Zeitungen von CH Media fest.

Leidtragende sind die Kinder

Schulen erwarten von den Eltern Integrationsbereitschaft. Denn klar ist: Wenn zu Hause kaum Deutsch gesprochen wird, haben Kinder schlechtere Chancen. Laut einer von CH Media zitierten OECD-Studie liegen Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Lesen im Schnitt ein ganzes Schuljahr zurück.

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