Der Dreikönigstag ist in der Schweiz kein einheitlicher Feiertag. Arbeitsfrei ist er unter anderem in den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug, im Tessin sowie teilweise im Wallis und in Graubünden. In vielen anderen Kantonen hingegen gehört der 6. Januar nicht zum offiziellen Feiertagskalender.
Zürich als Beispiel
Im Kanton Zürich ist der Dreikönigstag ein gewöhnlicher Arbeitstag. Schulen und Büros bleiben offen, der Alltag läuft weiter wie an jedem anderen Januartag. Für viele Zürcher geht der 6. Januar deshalb beinahe unbemerkt vorbei. Ohne freien Tag fehlt oft auch die bewusste Auseinandersetzung mit der Bedeutung dieses Datums.
Vom Fest zum Kuchentag
Traditionell erinnert der Dreikönigstag an die drei Weisen aus dem Morgenland und markiert das Ende der Weihnachtszeit. In Zürich ist davon im Alltag wenig übrig geblieben. Was bleibt, ist vor allem der Dreikönigskuchen. Er wird gegessen und die Figur gesucht, der religiöse Ursprung ist vielen kaum noch bekannt oder spielt keine Rolle mehr.
Unterschiedliche Bedeutung
Während der Dreikönigstag in anderen Kantonen noch stärker gelebt wird, zeigt sich in Zürich, wie regional unterschiedlich Traditionen wahrgenommen werden. Feiertage verlieren dort an Bedeutung, wo sie keinen Platz im öffentlichen Leben mehr haben.
Vergessen oder verändert?
Der Dreikönigstag ist in der Schweiz unterschiedlich präsent. Während er in einigen Regionen weiterhin Teil des öffentlichen Lebens ist, bleibt er in Kantonen wie Zürich eher im Hintergrund. Vergessen ist er nicht, aber er zeigt deutlich, wie stark Traditionen vom regionalen Alltag abhängig sind.