Sie habe die anderen Regierungsmitglieder und ihre Mitarbeitenden am Morgen über ihren Entscheid informiert, sagte sie vor den Medien.
Negativschlagzeilen
In ihren drei Legislaturen als Justizdirektorin richtete sie unter anderem die Untersuchungshaft neu aus, so dass das rigide Zürcher Haftregime für viele Insassen gelockert wurde. Sie liess zudem die Hintergründe der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen erforschen.
Fehr machte jedoch auch immer wieder Negativschlagzeilen, zuletzt etwa mit dem Datenleck. Die falsche Entsorgung von Datenträgern passierte zwar vor ihrer Zeit als Justizdirektorin, gemäss Untersuchungsbericht war ihre Kommunikation jedoch mangelhaft.
Einflussreiche Person
Die ausgebildete Pädagogin verbrachte beinahe ihr gesamtes Berufsleben in der Politik. 1990 holte sie einen Sitz im Winterthurer Gemeinderat, bereits im Jahr darauf wurde sie in den Zürcher Kantonsrat gewählt. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach, wo sie 17 Jahre bleiben sollte.
In dieser Zeit erarbeitete sich die gut vernetzte Berufspolitikerin eine einflussreiche Position. Im Jahr 2009 wurde sie von der «SonntagsZeitung» gar zur «einflussreichsten Person des Parlaments» gewählt. 2010 wollte sie in den Bundesrat, unterlag in der internen Nomination jedoch Simonetta Sommaruga.