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Leserbrief
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06.01.2026
06.01.2026 22:26 Uhr

Kein demokratisches Selbstverständnis

Thomas Urs Walser will als parteiloser Kandidat in den Gemeinderat von Nürensdorf, im Zürcher Unterland.
Thomas Urs Walser will als parteiloser Kandidat in den Gemeinderat von Nürensdorf, im Zürcher Unterland. Bild: zVg
Die FDP fordert in Nürensdorf 4 von 7 Sitzen im Gemeinderat und beansprucht gleichzeitig das Präsidium. Das ist kein demokratisches Selbstverständnis – das ist Machtkonzentration. So schreibt es der parteilose Kandidat Thomas Urs Walser.

Wer Mehrheit und Vorsitz in einer Exekutive vereinen will, entzieht sich wirksamer Kontrolle. Entscheidungen werden im eigenen Kreis gefällt, Kritik wird zur Randnotiz, Transparenz zur Floskel. Genau deshalb kennt jede funktionierende Demokratie das Prinzip von Ausgleich und Gegengewicht.

Die FDP stellt ihre Forderungen dar, als seien sie selbstverständlich. Das sind sie nicht. Sie sind politisch überzogen und demokratisch problematisch. Nürensdorf gehört keiner Partei – auch nicht der FDP.

Kein Zeichen der Stärke

Ein Gemeinderat ist kein Verwaltungsrat einer Partei, sondern ein Kontroll- und Führungsorgan im Dienst der Bevölkerung. Wer alles will, zeigt nicht Stärke, sondern mangelndes Verständnis für demokratische Verantwortung. 

Es braucht jetzt eine klare Korrektur. Nicht ideologisch, sondern aus Respekt vor der Demokratie.

Thomas Urs Walser, Gemeinderatskandidat Nürensdorf

tuw
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