Die SP startet mit grossen politischen Ambitionen ins Jahr 2026 – muss diese aber weiterhin ohne eine ihrer wichtigsten Figuren verfolgen. Co-Präsidentin Mattea Meyer fällt wegen Erschöpfung weiter aus. Das bestätigte Parteikollege und Co-Chef Cédric Wermuth beim Jahresausblick der SP. Einen Termin für ihre Rückkehr gebe es nicht. Meyer werde sich melden, «wenn der Zeitpunkt stimmt».
Out auch im Frühling?
Klar ist: Die Zürcher Nationalrätin verpasst nicht nur die Wintersession, sondern möglicherweise auch die Frühlingssession im März.
Parteiarbeit ohne Co-Chefin
Inhaltlich setzt die SP ihre Schwerpunkte dennoch: Kaufkraft, Gleichstellung, Klimaschutz und die Beziehungen zur EU stehen weit oben auf der Agenda. Co-Fraktionschefin Samira Marti bezeichnete stabile EU-Verträge als «alternativlos». Zur Tragödie von Crans-Montana hält sich die Partei vorerst zurück.
Teure Auszeit
Für Diskussionen sorgt derweil Meyers längere Abwesenheit. Als Nationalrätin bezieht sie ein Jahresgehalt von über 122’000 Franken - dazu kommt der Lohn als Parteichefin.
Dass Meyer monatelang fehlt, während die politische Arbeit von anderen übernommen wird, sorgt parteiintern wie auch ausserhalb für Stirnrunzeln. Fürs «Blaumachen» ist das ein stattlicher Lohn – auch wenn die SP auf Rücksicht und Zurückhaltung setzt.
Wann Mattea Meyer auf die politische Bühne zurückkehrt, bleibt offen. Bis dahin glänzt sie vor allem durch Abwesenheit.