Am Montag, 19. Januar, dem ersten Tag des Weltwirtschaftsforums, ist in der Innenstadt von Zürich eine grössere Demonstration angekündigt. Linke Organisationen aus dem Kanton Zürich und weiteren Teilen der Deutschschweiz mobilisieren gegen die Teilnahme von Donald Trump am Weltwirtschaftsforum in Davos.
Bewilligte Route
Die Kundgebung ist bewilligt und beginnt um 18 Uhr. Geplant ist ein Demonstrationszug vom Bürkliplatz durch die Kreise 1 und 4 bis zum Helvetiaplatz. Die Stadtpolizei Zürich empfiehlt, das betroffene Gebiet zu meiden oder zusätzliche Reisezeit einzuplanen. Es ist mit Einschränkungen im Individual- und öffentlichen Verkehr zu rechnen.
Trump nicht willkommen
Unter dem Motto «Trump still not welcome!» kritisieren die Organisatoren Trumps Politik scharf. Sie werfen dem US-Präsidenten vor, demokratische Institutionen zu schwächen und autoritäre Tendenzen zu fördern. Das WEF gilt ihnen als Plattform, die solchen Akteuren internationale Legitimität verschaffe.
WEF-Gäste kritisiert
Der Protest richtet sich nicht nur gegen Trump. Wie unter anderem auf der Plattform sozialismus.ch zu lesen ist, stehen auch weitere WEF-Gäste in der Kritik, darunter der israelische Präsident Isaac Herzog sowie Argentiniens Präsident Javier Milei und Serbiens Präsident Aleksandar Vučić. Die Demonstrierenden sprechen von einer Normalisierung autoritärer Politik auf internationaler Bühne.
Weitere Proteste
Laut einem Bericht der Zeitung Blick dürfte die Kundgebung in Zürich nicht die einzige bleiben. In den kommenden Tagen sind weitere Anti-WEF-Proteste geplant, unter anderem auch in Bern. Dort ist für Samstag eine unbewilligte Demonstration angekündigt, weshalb die Polizei mit einem Grossaufgebot rechnet.
Hochkarätige Gäste
Neben umstrittenen Persönlichkeiten reisen auch internationale Spitzenpolitiker nach Davos, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kanadas Premierminister Mark Carney sowie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski. Das WEF findet vom 19. bis 23. Januar statt.