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Freizeit
21.10.2022
21.10.2022 13:42 Uhr

Mit grandiosem Blick auf den Türlersee

Ein Höhepunkt dieser Wanderung: der Blick hinunter auf den Türlersee.
Ein Höhepunkt dieser Wanderung: der Blick hinunter auf den Türlersee. Bild: Hans Lenzi
Beide haben es in sich: der Bürglenstutz als höchster Punkt der Albiskette und das wunderschön gelegene Bergrestaurant Albishorn. Und beides bietet sich für eine herbstliche Wanderung an: viel Natur, gutes Fitnessprogramm und vor den Toren Zürichs gelegen.

Hans Lenzi

Als Abschluss erwartet den Interessierten beim Bahnhof Sihlwald noch das gleichnamige Besucherzentrum. Da gibt’s für Gross und Klein viel zu sehen und ent­decken: den Wildnisspielplatz, die Kleintier-WG, das Naturmuseum, den Zentrumsshop und anderes mehr.

Kernzone, Schnabellücke, Türlersee

Der Naturwald Sihlwald ist 1100 Hektaren gross und seit zwölf Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Hier dürfen sich Flora und Fauna frei ausleben. Er ist der grösste Laubmischwald des Mittellandes. Die als Kernzone bezeichneten Flächen sind für Besuchende tabu.

Unsere Wanderung führt ab Bahnhof Sihlwald den Spinnerweg – der Name rührt von den Knonauer Arbeiterinnen her auf ihrem regelmässigen Marsch zu den stadtnahen Spinnereien – hinauf zur Schnabellücke. In ihrer Nähe liegt die ­Ruine der Schnabelburg. Wir aber halten uns links, dem Bürglenstutz entgegen. Er stellt mit seinen 915 Höhenmetern den höchsten Albispunkt dar und bietet ­einen grandiosen Blick auf den Türlersee, der seine Existenz einem vorzeitlichen Bergsturz verdankt. Zwei Brunnen haben bis hierhin dem Durstigen zur Verfügung gestanden. So werden Auge und Kehle verköstigt.

Aussicht, Rundsicht, Einkehr

Jetzt geht’s gemütlich Richtung Berg­restaurant Albishorn, vorbei an der sich langsam erholenden Vegetationswunde, welche Orkan Lothar 1999 geschlagen hat. Der Einkehrort hat es in sich: Bei schöner Witterung geniesst man einen einzigartigen Blick übers ganze Zürichseegebiet, über dichten Wald und weiter in die Alpen. Grandios!

  • Oben gibt es einer «Glückstankstelle». Bild: Hans Lenzi
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  • Das Bergrestaurant Albishorn bietet zwei Terrassen und viel Innenraum. Bild: Hans Lenzi
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  • Die Tafel auf dem Stein verrät es: Zuoberst befindet man sich 915 Meter über Meer. Bild: Hans Lenzi
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Die Gaststätte wurde in den letzten Jahren tüchtig auf Vordermann gebracht: Zwei Aussenterrassen und viel Innenraum stehen den Besuchenden zur Verfügung. Die freundliche Bedienung zaubert gutbürgerliche, saisonale, frisch zubereitete Gerichte auf den Tisch. Während Vollmondnächten gibt es ein Spezialprogramm, und beim Besuch lud eine «Glückstankstelle» mit abhörbaren Ermutigungen und selber zu verfassenden Wünschen und Grüssen zur Aktion ein.

Die Raststätte ist per pedes oder mit dem Fahrrad erreichbar. PW-Ausnahmen werden nur zurückhaltend erteilt. Frisch gestärkt führt der Rückweg erneut via Bürglenstutz oder der Albishornstrasse am verwunschenen Waldweier vorbei zum Bahnhof Sihlwald.

In rund eineinhalb Stunden auf den Gipfel

 

Anfahrt: ÖV (S4) oder PW (PP vorhanden) bis Bahnhof Sihlwald

Sihlwald – Spinnerweg – Schnabellücke – Bürglenstutz – Bergrestaurant Albishorn: ca. 1,5 h, 4,6 km, 400 Meter Höhendifferenz; kindertauglich

Bergrestaurant Albishorn – Albishornweier – Bahnhof Sihlwald: ca. 1,5 h, 5,2 km, 460 Meter Höhen­differenz; kindertauglich

Öffnungszeiten Bergrestaurant: Mo–Sa 11–17 Uhr; So 9–17 Uhr

https://www.wildnispark.ch/de/ und https://www.albishorn.com/

Albis = lat. weisser Berg

Hans Lenzi