Vier Tage nach dem verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» ermitteln die Walliser Behörden gegen das Betreiber-Ehepaar wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung. Als Brandursache gelten Wunderkerzen, die an Champagnerflaschen befestigt waren und den Schaumstoff an der Decke entzündeten. Parallel prüfen die Ermittler auch Inspektionsunterlagen der Gemeinde.
Das jüngste Opfer ist 14
Mittlerweile konnten alle Todesopfer identifiziert werden, das jüngste war 14 Jahre alt. Zahlreiche Verletzte wurden in spezialisierte Kliniken im Ausland verlegt. Das Wallis bleibt im Ausnahmezustand.
Aggressive Reporter
Zunehmend scharf fällt die Kritik am medialen Umgang mit der Tragödie aus. Wie bekannt wurde, sah sich das Spital in Sitten gezwungen, einen Sicherheitsdienst aufzubieten, um Patienten und Angehörige vor Übergriffen durch aggressive Reporter zu schützen.
Die Frage nach der Ethik
Dieses Vorgehen sorgt weit über die Schweiz hinaus für Empörung. Auch aus dem Ausland wird der Ton in Teilen der Berichterstattung und in sozialen Netzwerken als zynisch und respektlos kritisiert. Der Fall wirft erneut Fragen nach journalistischer Ethik, Grenzen der Recherche und dem Schutz von Opfern in Ausnahmesituationen auf.
Verantwortung der Medien
Während Politik und Bevölkerung der Opfer gedenken und Einsatzkräfte würdigen, bleibt damit nicht nur die strafrechtliche Verantwortung zu klären – sondern auch jene der Medien.